Herzlich Willkommen auf der Homepage von Radprofi Christian Koglbauer

06.02.2007

Am 3. Februar 2007 war es soweit. Eine ganz besondere Reise steht an. Ich fliege gemeinsam mit meinem Vater nach New York um dort am Empire State Building Run Up teilzunehmen. Aufgrund meiner guten Leistung vergangenen November beim Donauturmlauf entschloss ich mich für diese neue Herausforderung und meldete mich an.

 

Kaum sind wir in New York angekommen bekommen wir gleich einmal einen „Kälteschock“. Geschätzte minus 20°C hat es und daran wird sich in den kommenden Tagen nicht viel ändern.

 

Unser Hotel, das Pennsylvania, direkt gegenüber dem Madison Square Garden, liegt ziemlich zentral, nur 2 Häuserblocks vom Empire State Building entfernt.

 

In den nächsten 2 Tagen vor dem Lauf machen wir uns dann auf Entdeckungsreise quer durch New York. Im Hinblick auf den Lauf wäre es wahrscheinlich sinnvoller nicht den ganzen Tag bei minus 20°C draußen rumzulaufen sondern Füße hoch und relaxen. Aber wenn man schon mal da ist, dann gehören die Highlights wie Central Park, Times Square, Rockefeller Center, Wall Street, Brooklyn Bridge, Broadway natürlich dazu. Auch auf das Empire State Building wollen wir vor dem Lauf schon mal rauf (da aber mit Lift).

 

Der 6. Februar – Tag der Entscheidung. Dad und ich fahren mit dem Taxi zum Empire State Building. Es sind zwar nur 200 Meter, aber bloß keine Kraft vergeuden bei den Temperaturen. Nachdem ich mich registriert habe, gehts ans Aufwärmen. Das spielt sich alles im Keller des Hochhauses ab. Vor dem Start noch ein kurzer Small Talk mit dem haushohen Favoriten (dem späterem Sieger) Thomas Dold (GER). Von ihm hatte ich vor meiner Reise schon viel über den Lauf erfahren und kann mich schon etwas darauf einstellen. Gestartet wird dann in 3 Gruppen. Zuerst die Damen, eine halbe Stunde später dann die erste Herrengruppe, in welcher auch ich starte. Unter anderem sind hier auch die Favoriten vertreten. Ich bin einer von nur 2 Österreichern bei dieser Austragung.Der andere ist Rudolf Reitberger (er erreicht am Ende Platz 5).

Gestartet wird in der Eingangshalle, vor uns ist eine Tribüne mit Kamera- und Fernsehteams aufgebaut. An ihnen gehts links vorbei, hinein in eine ca. 1 Meter breite Tür. Ein Treppenlauf mit Massenstart – einfach total verrückt.

 

Startvideo – ich bin der Läufer mit roter Hose und weißem Trägershirt der

In Sekunde 16 ganz vorne durchs Bild läuft. 

 

YouTube-Video

 

Ich stehe in der zweiten Startreihe, was sich gleich darauf als Fehler herausstellt. Der Start ist geglückt – alle prügeln wild aufeinander ein um als erstes durch die Tür zu kommen, so als gings um Leben oder Tod. Voller Euphorie renne ich die ersten Stockwerke hinauf. Dummerweise sind es aber über 80 Stockwerke und 1576 Stufen. Das kann nicht gut gehen. Nachlassen kann ich auch nicht, denn hinter mir sind noch 50 andere Läufer, die die Vorderen, sollte man auch nur etwas nachlassen, mit wilden Beschimpfungen alle über den Haufen rennen würden. Man steckt da drinnen und muss das Tempo der Ersten mitgehen, ob man will oder nicht, nach dem Motto: „Renn oder stirb“. Nach ca. 40 Stockwerken kommt dann der totale Einbruch. Von da an werde ich nur noch überholt. Doch es nimmt einfach kein Ende und die Minuten verrinnen. Ich laufe total in Trance. Endlich das letzte Stockwerk, jetzt geht´s noch kurz im Zick-Zack-Kurs durchs Gebäude bevor es schließlich ins Freie geht. Nach der stickigen Luft im Stiegenhaus freue ich mich das erste Mal richtig auf die minus 20° Celsius und kann durchatmen. Endlich – das Ziel ist in Sicht – geschafft !!! In einer Zeit von 14:57 erreiche ich Platz 49 (Platz 15 in meiner Altersklasse).

Ich erhole mich wieder langsam und fahre mit dem Lift ein paar Stockwerke tiefer wo in einem großen Saal dann die Siegerehrung stattfindet und wo auch schon mein mich betreuender Dad wartet.

 

Fazit: Ich hatte mir vielleicht etwas zu viel vorgenommen, aber dennoch muss ich zufrieden sein, dass ich nach dem schnellen Anfangstempo noch in einer ganz akzeptablen Zeit hochgekommen bin. Eins ist schon jetzt klar – I´ll be back.

 

Am folgenden Tag ist noch Sightseeing angesagt bevor es dann am 8. Februar wieder nach Hause geht.

Empire State Building Run Up

YouTube-Video

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Sightseeing

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