7. Donauturm Treppenlauf
14. November 1998
Es begann im Jahr 1998. Durch Zufall hatte ich ein Telefongespräch meines Vaters mitangehört, der etwas von einem Donauturmlauf gesprochen hat. Da dachte ich nur, da will ich auch mitmachen.
1998 war bereits die 7. Austragung dieses Laufes und wurde vom Schuh-Ski-Club veranstaltet.
Daten zum Lauf: 776 Stufen (aus Stahl)
58 Podeste
gelaufen wird linksherum
Einzelstart
Abstand zwischen den Läufern beträgt 20 Sekunden
Elite startet am Schluss im 1-Minutenabstand
Es gab damals, wie jedes Jahr, im Vorhinein 2 Tage an denen man im Turm trainieren konnte. Das Treppenhaus war von 18.00 – 20.00 Uhr geöffnet wo man so oft und so schnell hinauflaufen oder gehen konnte wie man wollte. Ich kam im Training auf eine Zeit von ca. 7 Minuten. Ich dachte mir nur: „Ich wäre zufrieden, wenn ich dass im Rennen auch schaffe“.
Am entscheidenden Tag kam alles anders als erwartet. Ich startete damals in der Klasse „SCHÜLER“. Wie man sich das Rennen am Besten einteilt, darüber scheiden sich bis heute noch die Geister. Die einen schwören auf die Taktik, so lange zu laufen wie nur möglich und dann, wenn´s nicht mehr geht, aufs Notprogramm umschalten und mit gehen zu retten was noch zu retten ist. Die Gefahr dabei ist, dass man so schrecklich eingeht, dass man kaum noch die Beine heben kann. Die andere Möglichkeit, welche auch ich anwende: Ich gehe einfach zügig los, sehe wie es sich entwickelt, wie ich mich fühle und habe am Ende noch die Kraft zu beschleunigen.
Ich hatte vor dem Start zwar ein gutes Gefühl, aber auch ein sehr unsicheres. Da ich immer ohne Uhr laufe, weil ich ja sowieso nie draufschaue, wusste ich auch im Ziel nicht was ich für eine Zeit habe. Damals gab es noch keine digitale Zeitnehmung, die sollte aber noch kommen. Ich lief ohnehin was ich konnte immer unter Zuhilfenahme beider Hände. Es bringt schon einen Vorteil, wenn man sich immer mit beiden Händen kräftig am Geländer nach oben zieht. Im oberen Streckenabschnitt wird das Treppenhaus dann etwas schmäler, was beim hinaufziehen natürlich hilfreich ist. Im Ziel ging ich völlig fertig zu Boden.
Oben steht sofort die Rettung bereit und hilft einem - wenn nötig - wieder auf die Beine. Es stehen auch immer ein paar Notbetten bereit. Eines davon habe ich sofort beschlagnahmt. Es dauert schon einige Minuten bis man wieder auf die Beine kommt. Zum Aufwärmen gibt´s auch immer einen warmen Tee. Nachdem jeder das Finisher-Leiberl bekommen hat geht´s mit dem Lift wieder hinunter.
Die Ergebnislisten wurden dann unten an der Liftkassa ausgehängt. Ich fing von unten an zu suchen, so bei sieben Minuten. Konnte mich aber nicht finden. Plötzlich - sensationell – ich fand mich auf Platz 2, in einer Zeit von 5:38 Minuten. Ich war sehr zufrieden, damit hätte ich nicht gerechnet. Sofort dachte ich ans nächste Jahr, ich muss noch schneller werden …
Gesamtsieger bei den Herren wurde 1998 Rudolf Reitberger in einer Zeit von 3:39 Minuten vor Bernd Hammer und Gerhard Eberl. Bei den Damen war Carina Lilge Leutner in einer Zeit von 4:55 Minuten siegreich vor Kristina Kobler und Irene Hausladen.
Ergebnis Herren Gesamt
1. Rudolf Reitberger 3:39
2. Bernd Hammer 3:40
3. Gerhard Eberl 3:57
…
74. Christian Koglbauer 5:38
Ergebnis Damen Gesamt
1. Carina Lilge Leutner 4:55
2. Kristina Kobler 5:22
3. Irene Hausladen 5:59
Ergebnis Altersklasse Schüler
1. Gottfried Schrittwieser 4:15
2. Christian Koglbauer 5:38
3. Peter Neumaier 5:46
TOP 10: 4:15
Zeitungsbericht Bezirksbote
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