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Monte Zoncolan

04.07.2005

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Eigentlich wollte ich den Zoncolan ja schon 2004 bezwingen. Aus gesundheitlichen Gründen musste ich es aber auf 2005 verschieben. Jetzt war er fällig.

Aufmerksam wurde ich auf diesen Berg während des Giro d´Italia 2003. Selbst der Etappensieger Gilberto Simoni hatte damals mit diesem Berg seine liebe Not. Es war so unglaublich steil, dass er teilweise fast zum Stillstand kam. Das wollte ich überprüfen.

 

 

Lage:

Der Monte Zoncolan ist ein 1750 m hoher Berg in den Karnischen Alpen.

Er liegt in der italienischen Region Friaul – Julisch Venetien, etwa 20 km südlich des Plöckenpasses. Der Berg kann über eine Passstrasse aus erreicht werden, die die beiden Orte Ovaro und Sutrio miteinander verbindet.

 

Geschichte:

Der Monte Zoncolan ist vor allem durch den Radsport bekannt geworden. Der Anstieg zum Gipfel gilt als einer der steilsten und schwierigsten in ganz Europa. In den Jahren 2003 und 2007 war der Berg Etappenziel des Giro d’ Italia. Gilberto Simoni konnte die Etappe beide Male für sich entscheiden.

 

Ovaro - Westauffahrt

Die Westauffahrt des Monte Zoncolan gilt als einer der schwierigsten Berganstiege des Radsports. Die Fahrer müssen auf einer Strecke von 10,5 km 1210 Höhenmeter bewältigen. Die durchschnittliche Steigung liegt somit bei 11,5%, wobei jedoch Spitzenwerte von bis zu 22% erreicht werden. Nachdem die Veranstalter des Giro d’Italia den Monte Zoncolan 2007 in die Streckenführung eingeplant hatten, wurde der Straßenbelag erneuert, Randbegrenzungen errichtet und die drei Tunnel unmittelbar vor dem Gipfel beleuchtet.

 

Sutrio - Ostauffahrt

Diese 13,5 km lange Passstraße gilt gegenüber der Westauffahrt als deutlich einfacher. Bei diesem Anstieg sind bei einer Durchschnittssteigung von 9% 1190 Höhenmeter zu absolvieren. Zu Beginn der Steigung wechseln sich flache Stücke und steilere Rampen ab. Jedoch stellen besonders die letzten 3,5 km vor dem Gipfel eine Herausforderung dar. Hier müssen durchschnittlich 13%, bis maximal 23% Steigung, bezwungen werden.

 

Priola – alte Ostauffahrt

Durch den Neubau der oben genannten Passstraße wurde die alte Ostauffahrt ersetzt. Beide Straßen treffen jedoch 4 km vor dem Gipfel wieder aufeinander. Insgesamt sind auf der Strecke von 8,9 km 1140 Höhenmeter mit einer Durchschnittssteigung von 12,8% zurückzulegen.

 

 

Ich nahm mir die Ostauffahrt von Sutrio aus vor. Bis Kilometer 11 ging es ziemlich gemächlich dahin. Doch dann stellte sich vor mir eine Wand auf. So etwas hab ich noch nicht erlebt. Auf den Fotos kommt diese Steilheit leider nicht so rüber, aber es war der helle Wahnsinn. Mit rund 7 km/h kroch ich nach oben. Mit meiner Übersetzung 39x25 war ich noch dazu denkbar schlecht ausgestattet. Was hätte ich nur für einen 27er Kranz gegeben …

Ich kam dann schön langsam doch oben an und stürzte mich in die mörderische Abfahrt. Dort warteten 3 unbeleuchtete Tunnel (mit Schotterstraße und fussballgroßen Schlaglöchern) und jede Menge Kühe auf mich. Die Tunnel sollten leider erst in 2 Jahren anlässlich des Giro d´Italia beleuchtet werden.

Unten angekommen genehmigte ich mir dann einen Eiskaffee –  hatte ich mir wirklich verdient.

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