Cote d´Azur

19.06. - 24.06.2008

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Im Juni 2008 machte ich mit meinen Eltern ein paar Tage Urlaub an der Cote d´Azur. Genauer gesagt in Nizza. Eigentlich war es für meinen Vater kein Urlaub, denn er startete beim Ironman France, der in Nizza stattfand. Ich hatte mein Rad auch mit und wollte Nizza und Umgebung etwas erkunden. Am ersten Tag fuhren wir mit dem Auto nach Menton. Von dort aus radelte ich hinauf auf den Col de la Madone. Ein besonderer Berg. Viele Profis testen hier ihre Form. Auch Lance Armstrong trainierte hier sehr oft. Über Zeiten wird sehr oft geschwiegen, denn niemand möchte, dass andere wissen wie gut man ist. Lance soll aber 30:47 Minuten gefahren sein, ist durchgesickert. Ich habe die Zeit an diesem Tag nicht gebrochen, wahrscheinlich werde ich das auch nicht an einem anderen. Ich benötigte 42:33 Minuten. Retour fuhr ich dann über La Turbie und den Col d´Eze, der jedes Jahr am Ende der Fernfahrt Paris-Nizza bezwungen wird.

Am nächsten Tag machte ich mich auf zum Col de la Bonette. Über ihn führt die höchste Passstrasse der Alpen. Die eigentliche Passhöhe beträgt 2715m. Der direkte Durchgang führt wieder hinab ins Tal, aber umfährt man von hier aus in der optionalen Schleife den Cima de la Bonette, so gelangt man bei 2802m zum höchsten Punkt, der in den Alpen auf asphaltierter und durchgehender Straße anzufahren ist. Dieser Kegel hatte es noch mal in sich. Mit letzter Kraft kam ich oben an, wo mich meterhohe Schneewände, aber angenehme Temperaturen von gefühlten 15°Celsius, erwarteten. Die Luft hier oben war schon spürbar dünner. Aber ab jetzt geht´s ja nur noch bergab. Ich war hier rund 90 km von Nizza entfernt. Ich rechnete mit einem Schnitt von weit über 40 km/h, also etwas mehr als 2 Stunden retour. Es geht ja immerhin fast 3000 Höhenmeter hinunter. Leider wurde daraus nichts, da mir vom Meer her ein kräftiger Wind entgegenblies. Dazu kam noch, dass ich mich in Nizza komplett verfahren hatte. Auch der Verkehr kam erschwerend hinzu (wer schon mal mit dem Auto im Sommer an der Cote d´Azur war, weiß wovon ich spreche). Nur mit Mühe und nach langer Irrfahrt kam ich nach 215 km und einer Fahrzeit von 8:15 Stunden beim Hotel an.

Am nächsten Tag stand für meinen Vater der Ironman an. Auch für mich war es alles andere als ein Ruhetag. Um 4 Uhr früh Tagwache. Ins Bett um Mitternacht. Natürlich hätte ich mich an den Strand legen können, aber als jahrelanger begeisterter Zuseher und Fan der Ironmänner konnte ich mir das nicht entgehen lassen.

Am folgenden Tag fuhren wir dann noch mit dem Auto nach Cannes und entspannten dort etwas auf der Promenade bevor es wieder heimwärts ging.

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