1. Int. Halbdistanz Triathlon Podersdorf

30.08.2008

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Am 30.08.2008 nahm ich an einer für mich neuen Sportart teil – Triathlon. Die Triathlonszene kenne ich durch meinen Vater zwar schon seit Jahren, aber immer nur von außen als Zuschauer.

Ort des Geschehens war Podersdorf. Zum 20. Mal fand dort der Langdistanztriathlon (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,2 km Laufen) statt. Erstmals ausgetragen wurde dabei auch eine Halbdistanz (1,9 – 90 – 21,1). Ich wollte schon immer mal meine Zeitfahrqualitäten bei einem Triathlon unter Beweis stellen, also stellte ich mich der Aufgabe. Allerdings nur in einer Staffel.

Karl Bauer war unser Schwimmer, ich der Radfahrer und mein Vater der Läufer. Gemeinsam waren wir die „Adrenalin Junkies“. Wir spekulierten schon mit einem Podestplatz. Favoriten waren aber ganz klar andere.

Start war um 8 Uhr. Langdistanz – und Halbdistanzteilnehmer starteten gemeinsam. Die Sonne stieg langsam immer höher und es sollte noch ein sehr heißer und langer Tag werden …

Ich wartete also gespannt in der Wechselzone auf Karli. Langsam wurde der Wind auch etwas stärker. Aber am Neusiedler See ist es ohnehin fast nie windstill. Ich machte mir weiters keine Sorgen, die Bedingungen sind eh für alle gleich. Etwas nervös war ich schon, aber ich fühlte mich gut, kannte die Strecke und war mir eigentlich schon sicher, dass ich eine gute Zeit fahren werde. Die Ersten auf der Halbdistanz kamen nach ca. 28 Minuten aus dem Wasser. Unter ihnen auch der Deutsche Spitzentriathlet Lothar Leder. Ich wusste schon länger, dass der Leder 2008 am Start ist und rechnete mir auch schon vorher aus, dass es sich vielleicht ausgeht, dass ich ihn am Rad einhole. Nach 36 Minuten kam Karli aus dem Wasser, übergab mir den Zeitnehmungschip und ich lief aus der Wechselzone. Die ersten 1-2 Kilometer ging ich es locker an um etwas warm zu werden und in den Tritt zu kommen. Ich konnte ja vorher keinen Meter einfahren. Doch ab dem Ortsende von Podersdorf schaute ich schon, dass ich auf Touren kam. Immer so zwischen 43 – 45 km/h, aber das hatte ich ganz gut im Gefühl. Die Strecke führte von Podersdorf nach Frauenkirchen weiter nach Apetlon über Illmitz zurück nach Podersdorf. Das ganze für mich 2 mal. Am Anfang überholte ich sehr viele andere Athleten, bis ca. Kilometer 15. Von da an war ich ziemlich alleine unterwegs. Ich befand mich jetzt gesamt ca. an 6. oder 7. Position. Leider wusste ich während des gesamten Rennens nie an welcher Stelle ich wirklich lag. Wo waren die anderen Staffeln? Wie weit bin ich vor oder hinter ihnen? Es war mir aber auch irgendwie egal, denn ich fuhr sowieso was ich konnte. Immer daran denken: Tempo hoch halten, Powergels und Trinken nicht vergessen …

In der zweiten Runde kurz vor Apetlon bekam ich leichte Probleme mit  dem Rücken. Schmerzen setzten ein. Genau das hatte ich vorher befürchtet, dass ich die 2 Stunden in Aeroposition vielleicht nicht durchhalte. Ich fuhr ein paar Meter aufrecht, etwas im Wiegetritt, dann gings auch schon wieder besser. Mittlerweile war ich in Illmitz. Von da waren es noch rund 10 Kilometer nach Podersdorf. Dieses Teilstück ist immer das härteste, hier herrscht meistens starker Gegenwind. Ich drückte noch mal ordentlich aufs Tempo und holte noch mal alles aus mir heraus. Ich wollte 40 km/h halten, was bei dem Wind nicht leicht war. Es gelang mir ganz gut. Auch meine Kreuzschmerzen waren zurückgekommen. Aber da waren´s nur noch 3 Kilometer, durchhalten – fürs Team – dachte ich mir. Dann war die Wechselzone in Sicht. Runter vom Rad und die 200 Meter im Laufschritt zu meinem Radabstellplatz und zur zweiten Übergabe. Mein Vater war etwas überrascht, dass ich schon hier war, ha ha. Schnell nahm er den Chip und begann mit dem Halbmarathon. Ich feuerte ihn noch an und musste mich dann erstmal etwas erholen. Von Karli erfuhr ich danach, dass wir an 3. Stelle in der Staffelwertung lagen. Dann kam auf einmal Lothar Leder an uns vorbei. Toll … ich hatte ihn tatsächlich eingeholt und hab´s gar nicht gemerkt. Es muss auf den letzten 10 km passiert sein. Nach etwa 6 Minuten kam die nächste Staffel in die Wechselzone. Das wird eng dachten wir uns, denn der Läufer sah verdammt schnell aus. Es wurde immer heißer und in der größten Mittagshitze einen Halbmarathon zu laufen macht auch nicht viel Spass. Mein Vater hatte mächtig zu kämpfen.  Leider konnte er den Vorsprung nicht halten. Am Ende erreichten wir sogar nur den 5. Platz. Macht nichts, nächstes Jahr gibt´s ja wieder einen Halbdistanztriathlon …

Ich hatte immerhin die zweitbeste Radzeit unter allen Teilnehmern auf der Mitteldistanz (Einzel und Staffel).      Da kommt Freude auf.

 

Ergebnis Einzelbewerb:

 

1. Markus Ressler, AUT                  4:05:32

2. Lothar Leder, GER                      4:13:48

3. Christian Froschauer, AUT         4:19:09

 

 

Ergebnis Staffelbewerb:

 

1. Team Sport Nora                         4:02:22

2. ENERMED Triteam                     4:12:35

3. USV Rußbach                              4:25:07

4. Rt Nö Öst                                      4:27:00

5. Adrenalin Junkies                    4:27:38

 

 

 

 

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